About Me

Mein Name ist Samuel Bernhard und ich bin Bürger von Zürich, Chur und Untervaz und ledig. Ich bin auf  ca. 188cm Körpergrösse gewachsen und mein momentaner Body Mass Index liegt bei 31.1, was laut dem Internet-Rechner adipös ist und habe dennoch nun schon 31 Jahre überlebt. Ich arbeite am BMI mit meinem kürzlich erstandenen Fitnessgeräten. Ansonsten bin ich Brillenträger, verliere schon die ersten Haare und gewinne dafür viele graue Haare, habe drei Brüder, ein älterer, ein Zwillingsbruder und ein jüngerer.

Meine ersten Geschäfte, an welche ich mich gut erinnern kann, tätigte ich mit gut 7 Jahren. Ich bestellte damals in grossen Mengen Feuerwerk bei einem grossen Versandhandel und verkaufte dieses anschliessend in kleinen Mengen an Klassenkameraden. Dieses Geschäftsfeld war sehr lukrativ, bis die ersten Mütter mitbekamen was Ihre Sprösslinge auf dem Pausenplatz mit all den Knallern so anstellten. Da ich ab diesem Zeitpunkt für eine gewisse Zeit als Sündenbock den Kopf hinhalten musste und dafür den Ruf als Schreck aller Mütter geniessen durfte, verlagerten wir das Geschäft kurzerhand auf den nach Hause Weg und auf die freien Nachmittage.

In meinen Kinder- und Jugendjahren war, und bin ich zum Teil auch heute noch, neben allem Geschäften in der Pfadi, im Turnverein im Tennisclub, nahm an verschiedenen Zunftanlässen teil und war ziemlich viel am reisen. Anschliessend lernte ich Koch im damals besten Hotel der Welt, dem Dolder Grand Hotel. Nach erfolgreichem Abschluss der Lehre eröffnete ich mit einem Kollegen den ersten Hauslieferdienst der Stadt, welcher frisch gekochte Menus auslieferte -  Wie sich in neuerer Zeit herausstellte ein florierendes Geschäft. Einige Zeit später entdeckten finanziell sehr potente Mitspieler das Potential und machten uns regelrecht das Geschäft kaputt.

Viele gute Geschäftsideen und deren Umsetzung später kam es so wie es immer einmal kommen muss: Ich tätigte das bisher schlechteste Geschäft meines Lebens. Es war eine Zeit in der in der Schweiz immer neue Kaffeemarken auf den Markt kamen. Ich dachte ich muss auf diesen Zug aufspringen und kaufte ein paar Tonnen in Italien veredelte Kaffeebohnen. Als das Ablaufdatum immer näher kam und ich gerade einmal knapp zehn Kilogramm losgeworden bin, musste ich die Kaffeebohnen zu guter Letzt in grosse Abfallsäcke füllen und entsorgen. Ich meinte an diesem Tag, dass es um die Müllverbrennungsanlage noch nie so gut gerochen hat und war beinahe pleite.

Wie so oft in meinem Leben bekam ich kurze Zeit später die Möglichkeit das finanzielle Fiasko wieder wett zu machen. Mein ehemaliger Unterstift hatte gerade eben die dreckigste Würstchenbude der Stadt übernommen und wollte darin erstklassige Essen zu fairen Preisen anbieten. Angetan von der Idee nahm ich an. Nach der Generalreinigung und einer Pinselrenovation legten wir los. Wir waren sehr sehr erfolgreich und mussten schon bald, die ersten Angestellten einstellen, da wir zur Freude unserer Gäste im Sommer bis Mitternacht warmes Essen anboten.

Nach einer durchzechten Nacht kam uns einmal die Idee, dass wir im Untergeschoss einen zusätzlichen Pastakeller einrichten könnten. Hausgemachte Pasta mit verschiedenen Sossen, ein Salat, Wasser und Wein – mehr bieten wir nicht an war das Motto. Gedacht getan, einen Monat später war offen, zwei Tage später wieder geschlossen, weil wir es versäumten, die Behörden zu informieren. Tja, nachdem der Papierkram erledigt war, ging im Untergeschoss eine beispielhafte Erfolgsgeschichte los. Wir wurden regelrecht mehrfach pro Tag überrannt. Um noch mehr Platz zu schaffen, rissen wir eine Mauer nieder und erhielten dadurch nochmals gut 20 zusätzliche Sitzplätze.

Wie wir nach Eröffnung des zusätzlichen Platzes von militärischer Stelle recht deutlich erfuhren, war dieser Raum geheim und im Krisenfall zur Sprengung der Brücke vorgesehen. Nach dem darauf folgenden üblichen gedrohe und Theater, fanden wir eine gemeinsame Lösung. Wir durften weiterhin wirtschaften und falls so ein Krisenfall eintreffen wird, darf das Brückensprengkommando das Restaurant samt Brücke in die Luft jagen – Was uns in einem solchen Fall ja wirklich egal gewesen wäre.

Die Schwierigkeiten welche wir mit der Eröffnung der Terrasse hatten, will ich Ihnen ersparen; nur so viel: Ein Teil des Grundstückes gehörte der Stadt, der andere Teil dem Kanton. Die Hundehalter rebellierten gegen den Plan und dann kam zu allem Übel auch noch das Landwirtschaftsdepartement wegen eines “seltenen” Grases in Spiel. Am Eröffnungstag drehte ich übrigens ein Spanferkel, welches mit dem Draht des neu errichteten Zaunes des Amtes zugenäht war.

Auch in diesem Betrieb wurde unser Erfolg zum Problem, denn die Eigentümer des Lokals entschieden das Lokal für mehrere Millionen Franken zu renovieren um noch mehr Profit erzielen zu können. Wir wollten das nicht mitmachen und warfen das Handtuch. Wir behielten Recht, denn nach dem Umbau verlor der Betrieb die Patina und dadurch auch den Charme. Die Rechnung des Eigentümers ging zu unserer Schadenfreude überhaupt nicht auf und das Lokal ist nun stark defizitär.

Nach einigen Lern- und Wanderjahren, welche mich beruflich in verschiedene Regionen der Schweiz, nach Frankreich, England und Belgien brachten und gastronomisch die verschiedensten Konzepte kennenlernen liess, habe ich anschliessend wärend fünf Jahren die schweizerische Hotelfachschule in Luzern besucht und sogar mit dem heissbegehrten Diplom abgeschlossen, was an dieser Kaderschmiede übrigens keinesfalls eine Selbstverständlichkeit ist.

Kurz vor Abschluss dieser Ausbildung erhielt ich einen unerwarteten Anruf von meinem jetzigen Arbeitgeber. Begonnen habe ich in dieser stark wachsenden Unternehmung, welche mittlerweile 42 Betriebe in der Schweiz und Österreich betreibt, als Cost Controller Zürich. Mittlerweile schon etwas über drei Jahre später bin ich bei dieser Unternehmung als Cost Controller Schweiz und Österreich angestellt und habe unzählige zusätzliche Aufgaben zu bewältigen.

Die Zukunft lasse ich vorerst offen, ich nehme es immer so wie es kommt. Immerhin, der Gedanke von back to the roots mit all dem Pioniergeist lässt mich irgendwie nicht los. Meine Schwierigkeit mit grossen Unternehmungen ist, dass es mir manchmal sehr schwer fällt,  die Geduld aufzubringen, bis jede Abteilung den Segen gegeben hat, obwohl wir auf dem Markt zu den innovativsten und am schnellsten agierenden Gastrounternehmen gehören.

Nebenbei betreibe ich unter anderem mit viel Freude diese Webseite. Auch diese Webseite entstand eigentlich aus einem fünf Minuten Gespräch auf einer Terrasse mit meinem älteren Bruder und war kurze Zeit später online. Wohin mich die Reise mit dieser Webseite führen wird, ist für mich immer ein Rätsel. Das gute daran ist, dass es mich veranlasst, das seit Beginn und aufgrund dieser Webseite erwirtschaftete Kapital im kapitalist.ch-Vermögen zu belassen – auch für mich ist es übrigens mittlerweile erstaunlich, wie viel mit gerade einmal CHF 30 Startkapital erreicht werden kann.

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