Tage 1’042 – 1’048 – Kampfpreise

8.08.2011 bis 14.08.2011 (+CHF 244.60)

Verehrte Kapitalisten,

Atempause – Nachdem die Schweizerische Nationalbank die Geldmenge massiv erhöht hat und das Zinsniveau präzisierte hat sich der Wechselkurs Wirrwarr nach Oben angepasst. Als die SNB die ersten 50 Milliarden in den Markt pumpte und die Wirkung von sehr geringer Dauer war, dachte ich, dass mit diesem Geld eigentlich nun im Ausland unglaublich günstig investiert werden sollte.

Ich meine, dass die aktuelle Frankenstärke durchaus genutzt werden könnte, um im Ausland für die Zukunft zu investieren, und dadurch die Exportwirtschaft indirekt gestützt werden könnte. So günstig wie zurzeit wird es wohl nicht mehr zu haben sein. Nun gut, persönlich habe ich auch viele meiner Fremdwährungen abgestossen und die Kröte des Wechselkursverlustes musste ich in der vergangenen Woche verbuchen.

Mein Problem ist nun, dass sich dadurch meine frei verfügbare Liquidität abermals massiv erhöhte. Momentan halte ich 77.98% meines Kapitalisten Vermögens in Bargeld, was durchaus beachtlich ist. Diese CHF 16’484 könnte ich natürlich wieder an der Börse anlegen, nur ist momentan das Risiko so hoch, dass ich bevorzuge, zuerst einmal abzuwarten wie sich das Karussell so dreht. Persönlich gehe ich davon aus, dass der Franken abermals an Stärke zulegen wird.

Ich frage mich schon, wie weiter. Meine Standbeine sind auf kleinem Niveau gut diversifiziert. Manchmal überlege ich mir, ob ich nicht doch ein günstiges Stück Land kaufen sollte um darauf Produktiv wirken zu können. Da ich mir persönlich auferlegt habe, kein Fremdkapital zuzulassen, wird es mit den momentan verfügbaren Mitteln jedoch ein sehr kleines Stück Land werden. Auch wenn ich einen Quadratmeter für CHF 50 kaufen könnte, so könnte ich mir deren 300 leisten.

Es gibt in der Stadt Zürich immer wieder einmal Grossanlässe an denen man Speisen und Getränke verkaufen könnte. Die Mitbewerber sind unzählig. Das letzte Mal bin ich Stand für Stand abgelaufen und habe beobachtet. Mir ist aufgefallen, dass die Verkaufspreise an der Grenze zum Wicher liegen und zwar ausnahmslos an jedem Stand. Daher überlegte ich mir nun, eventuell einmal einen solchen Stand zu betreiben und mit Kampfpreisen eine angemessene Absatzmenge zu erreichen.

Ich denke da so an, ein Glas Prosecco, ein Tequilla oder ein halber Liter Bier für CHF 5.00, ein halber Liter Wasser für CHF 3.00 oder ein belegtes Brötchen für ebenfalls CHF 3.00. Diese Preise wären teilweise über 50% günstiger als die Mitbewerber. Mit einer cleveren Kommunikation könnte man dabei innert kürzester Zeit massig Geld in die Kasse spülen. Vermutlich werde ich dies bei der nächsten Gelegenheit einmal ausprobieren.

Bis nächste Woche

Der Kapitalist

Sam

Schreiben macht mich durstig, danke für Ihre Spende.

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