Tage 1’100 – 1’106 – Larnaca

27.06.2011 bis 03.07.2011 (+CHF 5.94)

Verehrte Kapitalisten,

Vergangene Woche hatte ich das Vergnügen eine Geschäftsreise nach Larnaca zu unternehmen. Ich muss zugeben, dass ich von allem was ich gesehen habe durchaus positiv überrascht bin. Alles was es zu essen und trinken gab, war von ausgezeichneter Qualität. Auch das Hotelzimmer und der Service waren tadellos. Ganz besonders schmeckten mir der hausgemachte Haloumi und die Moussaka in einem Restaurant am Strand in der einheimischen Gegend.

Ich muss zwar zugeben, dass ich in der ersten Nacht gegen fünf Uhr schweissgebadet aufgewacht bin und das Thermometer im Zimmer 35°C anzeigte. Nachdem ich einige Liter Wasser getrunken hatte und zwei Stunden später wieder aufwachte, war es immer noch zu heiss. Ich stellte danach fest, dass wohl ein Australier das Zimmer vor mir bewohnt haben muss, denn die Klimaanlage war entsprechend eingestellt worden. Daher konnte ich nach Regelung des Problems in der zweiten Nacht bei 22°C ausgezeichnet durchschlafen.

An dem Meeting nahm auch eine Person aus Athen teil. Nach dem einen oder anderen Glas Wein wurde das Gespräch einfacher. Auf die Frage, wie er denn die wirtschaftliche Situation in Griechenland sehe, erhielt ich eine erstaunlich offene Antwort. Er meinte, die Situation sei noch viel schlimmer als Sie in den internationalen Medien dargestellt werde. Das Ausmass der Proteste könne nicht einmal nur annähernd erfasst werden. Es sei schlicht und einfach eine einzige Katastrophe.

Nun wurden die zwölf Milliarden EUR Sofortkredit für Griechenland bewilligt. Das griechische Parlament hat auch dem Sparpaket zugestimmt. Ich frage mich nach allem was ich so gehört habe dennoch, ob das Sparprogramm schlussendlich nicht nur auf Papier abgesegnet wurde. Die Umsetzung wird alles andere als einfach werden und die Wahlen stehen auch bald wieder an. Mal schauen wie sich die ganze Angelegenheit entwickeln wird.

Bis nächste Woche

Der Kapitalist

Sam

Schreiben macht mich durstig, danke für Ihre Spende.

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