13.05.2011 bis 19.05.2011 (+CHF 139.17)
Verehrte Kapitalisten,
Griechenland ist faktisch pleite. Das ganze Theater um die Umschuldung und vor allem das heraus zögern dieser sauberen Lösung kann ich relativ gut nachvollziehen. Nur ist Griechenland vermutlich das Problem das der Öffentlichkeit eher zugetraut wird als die riesigen Problem in Spanien, Portugal, Irland und höchstwahrscheinlich auch Italien. Es scheint, als ob es diese Länder in den guten Jahren nicht fertig brachten, sorgsam mit dem Geld umzugehen.
Dies ist irgendwie auch nicht wirklich erstaunlich; Stellen Sie sich vor, sie geben einem Bettler eine Million Euro. Wie lange glauben Sie, wird er dieses Geld behalten können? Höchst wahrscheinlich wir alles gekauft, was nicht wirklich gebraucht wird und morgen wird es dann schon gut kommen. Mindestlöhne wurden in diesen Ländern auf ein teilweise Irrwitziges Niveau gehoben. U-Bahnfahrer oder Fluglotsen mit einem Mindestlohn von 300’000 Euro als Beispiel.
Um diesen Wahnsinn wieder Rückgängig zu machen, müssen nicht einfach so mehr Geld mit der Bitte um Reformen her, sonder schlich und einfach Nägel mit Köpfen gemacht werden. Es kann doch nicht sein, dass alle Euro-Mitgliedsländer wegen dem fahrlässigen Umgang mit Geldern einzelner Mitgliedsländer eine Durststrecke durchleben müssen.
Kein Staat kann es sich leisten, jedem Penner ein Luxusleben zu finanzieren. Es würde mir doch im Traum nicht einfallen, die Schulden einer Maroden Unternehmung zu übernehmen. Vor allem dann nicht, wenn ich sehe dass der Wille und die Umsetzungskraft zu wünschen übrig lässt. Also wirklich radikale Schritte wurden bisher nur angekündigt, auf die Taten wird nach wie vor gewartet.
Wenn nicht endlich harte Massnahmen ergriffen werden, dann sehe ich für die Euro Zone keine rosige Zukunft. Wenn so weiter gemacht wird wie bisher, dann werden irgendwann auch die finanziell potenten Euroländer nicht mehr in der Lage sein, dies alles zu finanzieren. Der finanzielle Erfolg von Deutschland oder Frankreich konnte auch nicht durch nichts tun erreicht werden.
Bis nächste Woche,
Der Kapitalist
Sam
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