30.05.2011 bis 12.06.2011 (+CHF 641.51)
Verehrte Kapitalisten,
In den vergangenen beiden Wochen betrachtete ich ziemlich genau den Eurowechselkurs zum Schweizer Franken. Als ich den Chart so betrachtete, überlegte ich mir, wie es denn so wäre, wenn die Kurven nicht nach Oben oder nach Unten zeigen, sondern nach links oder nach rechts tendieren würden. So betrachtet, sieht das Bild wie der Weg eines Betrunkenen aus. In den letzten Tagen war der Rechtsdrang ziemlich heftig, als ob der Betrunkene eine Laterne zum Abstützen sucht.
Die als “hart” bekannten Währungen sind in den vergangenen Monaten etwas Weicher geworden. Eine reale Alternative in der vermeintlich globalisierten Welt gibt es momentan noch nicht. Die chinesische Währung ist Momentan noch zu stark vom wirtschaftlichen Erfolg des Westens abhängig und die Brasilianische Währung birgt noch einige Ungewissheiten. Einzig die Indische Rupie könnte ich mir in meinem Währungsdepot noch vorstellen.
Mein älterer Bruder malt gerade ein ziemlich düsteres Bild für die Eurozone und fragte mich, was er denn kaufen könne, damit das Kapital nicht an Wert verliert. Meine erste Antwort lautete:” Ein Maschinengewehr, zehn Kilo Zucker und Mehl, einige hundert Liter Wasser, Öl und einen Stromgenerator.”
Etwas später war der erste konkrete Gedanke Edelmetall – Jedoch unterliegen diese Werte auch starken Kursschwankungen. Daher meinte ich Diamanten oder Grundversorger. Diamanten sind immer gefragt und Grundversorger haben eine ziemlich stabile Kundschaft. Wenn es dann wirklich kriselt, können Investitionen in die Waffenindustrie als durchaus stabil angesehen werden. Was sicher auch nicht schlecht sein kann ist ein Grundstück.
Das Schwierige an der aktuellen Krise ist, dass sich die Bankenschwäche momentan mit zu hohen Staatsschulden überschneidet. Mal schauen wie sich die Währungsfront in Zukunft entwickelt. Ich bin für meinen Teil jedoch überglücklich, dass ich meine Bargeldreserven noch nicht in Aktien oder Fremdwährungen angelegt habe.
Bis nächste Woche
Der Kapitalist
Sam
Schreiben macht mich durstig, danke für Ihre Spende.
