16.05.2011 bis 22.05.2011 (-CHF 100.00)
Verehrte Kapitalisten,
Auf den Rappen genau CHF 100 betrug die Vermögensabnahme in der vergangenen Woche. Ich hoffe mal, dass dies kein Omen ist. Die Entwicklungen an den Devisenmärkten der letzten Tage sind die Hauptursache für das dreistellige Minus. Immerhin bin ich noch immer ziemlich gut auf Kurs, denn die Vermögenszunahme seit Beginn des Jahres beträgt noch immer satte 21%.
In den kommenden gut sieben Monaten muss ich noch CHF 8’961 zusätzliche Vermögenswerte generieren damit ich mein Budget noch erreiche. So betrachtet bin ich noch im Hintertreffen. Dies sollte jedoch noch immer möglich sein, denn ich bin erst in den vergangenen vier Wochen in Rückstand geraten. Wie auch immer dieses Jahr zu Ende gehen wird, eine Vermögenszunahme von 73% ist noch immer das Ziel. Falls ich dies bewerkstelligen kann, dann habe ich beinahe jedes Unternehmen auf diesem Planeten übertroffen.
Momentan bin ich ziemlich glücklich darüber, dass ich meine Bargeldbestände noch nicht an der Börse investiert habe. Dies werde ich eventuell in zwei Monaten tun. Zum Einen sind meine hohen Bargeldbestände beruhigend, zum Anderen höchst eigenartig. Der Punkt ist, dass das Geld brach liegt, ich also keinen Mehrwert damit generiere, was das Erreichen der Ziele erschwert. Auf der anderen Seite habe ich dadurch auch eine Vermögensabnahme verhindern können. Eine wahre Zwickmühle.
Sobald der Paketdienst mir auch noch das letzte verbleibende Päckchen meiner Einkaufstour vor die Türe gestellt hat, werde ich damit beginnen, eine grosse Internetverkaufsauktion zu starten. Ich erhoffe mir dabei Erlöse von ein mehreren hundert Franken. Dies sollte dann auch das Kapital im Real Business Topf erheblich erhöhen, so dass ich nach den relativ kleinen, zeitintensiven Geschäften eventuell ein grösseres Geschäft mit einer grösseren Frankenmarche tätigen kann.
Bis sich die Finanzlage einmal beruhigt haben wird, werde ich gezwungenermassen wohl so weiter machen wie bisher – denn das laufende System hat sich bisher ziemlich gut bewährt. Den überall lauernden Gefahren des Geschäftens konnte ich durch das Nischendasein bisher ausgezeichnet ausweichen. Dies ermöglicht mir in aller Ruhe und ohne grosses Aufsehen meine Geschäfte abzuwickeln und vor allem Zeit zu sparen.
Bis nächste Woche
Der Kapitalist
Sam
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