Tage 1’074 – 1’080 – Das lange Warten

28.02.2011 bis 06.03.2011 (+CHF 273.85)

Verehrte Kapitalisten,

Ich frage mich, wie lange es wohl noch dauern wird bis der Grossteil der Aktienkurse wieder das Niveau aus dem Jahre 2007 erreicht haben werden. Das Interessante ist aktuell, dass viele Unternehmen wieder Gewinne wie vor der Krise ausweisen. Man könnte also zum Schluss kommen, dass die Rekonvaleszenzzeit nun vorüber ist und die nächste Boomphase eingeläutet wird.

Gestern habe ich per Zufall meinen Zwillingsbruder im Bus angetroffen und da konnten wir allgemein über Investitionsmöglichkeiten sprechen. Wir sind zum Schluss gekommen, dass es durchaus von Vorteil sein kann, aktuell in den Heimmarkt zu investieren, da dadurch das Risiko von Währungsverlusten entfällt.  Einig sind wir uns auch darüber, dass es nun effektiv wieder an der Zeit ist in Aktien zu investieren, und von Staatsanleihen die Finger zu lassen.

Zu Optionsgeschäften haben wir eine geteilte Meinung. Während ich solche Geschäfte nach wie vor als gut empfinde, rät mein Bruder von solchen Geschäften ab. Sein Grund ist, dass das Risiko für einen Totalverlust die Gewinnaussichten nicht übertrifft. Mein Argument ist hingegen, dass ich nur mit jeder dritten Option ein gutes Plus erwirtschaften muss und die anderen beiden Optionen durchaus mit einem Totalverlust abschreiben kann. Dadurch habe ich unter dem Strich noch immer ein gutes Geschäft gemacht.

So verschieden wie die Menschen sind, sind auch die Anlagestrategien. Jeder muss selber wissen wie das Geld angelegt werden soll und ob das Geld überhaupt angelegt werden soll. Was mit Sicherheit behauptet werden kann ist, dass alle mit ihrem Geld einen Mehrwert erwirtschaften wollen, sei es nun monetär oder nicht.

Das interessante am Warten auf die nächste Aufschwungphase ist, dass man die Möglichkeit hat, sich zurück zu lehnen und aus dem Fenster zu schauen um die nächsten Schritte zu überlegen. Ich konnte dies in den vergangenen Jahren ebenfalls tun. Mitten in der Krise habe ich mit dieser Webseite angefangen und überlebt. Ich sitze nach wie vor auf einem enorm grossen Anteil an Bargeld. Darüber lässt sich durchaus debattieren.

Bis nächste Woche

Der Kapitalist

Sam

Schreiben macht mich durstig, danke für Ihre Spende.

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